GRANAT
Karfunkelwasser hat die Gaben das Herz zu laben - heißt es im Volksmund. Als Karfunkelstein ist der Granat seit der Antike bekannt. Man glaubte in ihm eine glühende Kohle (lat. carbunculum) entdeckt zu haben, deren kaltes Feuer durch magische Kräfte nicht verbrennt und im Dunklen leuchtet. Mit diesem Zauber fand er Eingang in die Märchenwelt der Gebrüder Grimm. Krieger trugen den Granat als Schwert- oder Helmschmuck, wegen seiner blutstillenden und entgiftenden Wirkung. Die Fähigkeit seinem Träger Mut und Kraft zu spenden, machte ihn zur begehrten Beute in Kriegszeiten. Von den Römern wurden die roten Kristalle mit den Samen des Granatapfels verglichen und „granata“- Körner, genannt. Wie kleine vieleckige Fußbälle sitzen sie dicht im Muttergestein und sind auf allen Kontinenten der Erde, die von Schiefergebirgen durchzogen sind, zu finden. Neben Glutrot geht die Farbpalette von Goldgelb bis hin zum erlesenen Grün. Ein leuchtend oranges Kristall wird treffend als Mandarin-Granat bezeichnet. Vom Granat geht eine starke Energie aus, die den Kreislauf anregt und zu Tatendrang führt. Es ist nicht verwunderlich, dass die Stadt New York, die niemals schläft, auf granathaltigem Glimmerschieferfelsen erbaut wurde. In der Heilsteinkunde wird der Granat zur Verbesserung der Blutqualität und Wundheilung eingesetzt. Als Stein der produktiven Januargeborenen und des Planeten Mars, verleiht er Selbstvertrauen und Zielstrebigkeit.
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