KUNZIT
Der Mineraloge George Frederick Kunz, war als Berater für die Firma Tiffany auf der Suche nach seltenen Edelsteinen. 1902 erhielt er aus einem kalifornischen Granitbergwerk, ein Mineral, dass eine helle, dem Diamanten ebenbürtige, Strahlkraft besaß. Er nannte seine Entdeckung Kunzit. nach sich selbst. Das lithiumreiche Muttergestein, in dem man die reinen Kristalle gefunden hatte, wurde zur Herstellung von Batterien verwendet und in Pulverform als Mittel gegen Depressionen verabreicht. Unter künstlichem UV Licht zeigte sich eine geheimnisvolle und starke Fluoreszenz. Tiffany verwandelte den neuen Edelstein in avantgardistische Schmuckstücke, die wie chininhaltige Cocktails, im Dunklen leuchteten. Kunzite wachsen als schlanke Kristallstäbe vorwiegend in Mittel-und Südamerika. Charakteristisch sind ihre haarfeinen Heilungsrisse und röhrenförmigen Einschlüsse, mit denen nur erfahrene Edelsteinschleifer umgehen können. Die zarte Fliederfarbe verdankt der Kunzit dem Spurenelement Mangan. Er gehört, wie sein Verwandter, der gelb-grüne Hiddenit, zur Familie der Spodumene. Kunzite sind wie alle Lithiumminerale, ein natürliches Antidepressiva. Als Medikament müssen sie vorsichtig dosiert werden, ein Zuviel des Guten schadet Herz und Augen. In der Homöopathie werden sie zur Linderung von Herzbeschwerden und Sehstörungen eingesetzt. In Wasser gelegt, verleiht der Kunzit ein leichtes Gemüt. Er erhellt den Geist und nimmt der Seele die Sorgen.
FERIENHÄUSER