OPAL
Opalus – kostbarer Stein, war im Altertum der Sammelbegriff für alle seltenen Edelsteine. Durch ihr unterschiedliches Auftreten, mal milchig trüb, mal bunt gefleckt, ließen sich Opale keiner bekannten Edelsteinart zuordnen. Man fand sie in Gebirgen, wo sie sich, erstarrten Wasseradern gleich, in schmale Felsspalten schmiegten. Opale stellen eine Ausnahme unter den Mineralen dar, denn sie besitzen keine Kristallstruktur. Amorph und unregelmäßig liegen in ihnen Siliziumoxidkügelchen nebeneinander und reflektieren das einfallende Licht auf vielfache Weise, sie „opalisieren“. Eine weitere Besonderheit ist der hohe Wasseranteil, der bis zu zwanzig Prozent betragen kann. Diese Eigenart erschwert ihre Verarbeitung. Oft wird ein Opal im Muttergestein, der Matrix, belassen um ihn beim Schleifen nicht zu zerstören, dann nennt man ihn „Boulder-Opal“. Opale können je nach Fundort andersfarbig sein. Man unterscheidet generell „weiße“ und „schwarze“ Opale, abhängig von Grundfarbe und Transparenz. Die schönsten Steine kommen aus Australien, wo sie wie Nüsse im Erdreich ruhen. Allein der mexikanische Feueropal besitzt eine leuchtend orange Tönung. Er kann völlig durchscheinend sein und facettenreich geschliffen werden. In der Heilkunde wird der Opal dem Lymphsystem zugeordnet. Er bringt die Körpersäfte zum Fließen und wird als Stein zum Ausleiten und Entgiften empfohlen. Seine stimmungsaufhellende Wirkung sorgt für Lebensfreude und Heiterkeit.
FERIENHÄUSER