SMARAGD
Das einzigartige Grün frischen Grases, „smaragdos“, verlieh dem Edelstein seinen Namen. Er wurde dem Götterboten Hermes zugeordnet, der als Schutzpatron der Händler, Diebe und der Zauberer gilt. Die übernatürliche Kraft seiner Farbe spiegelt sich besonders im Kunstlicht wider. Smaragde sollen Träume und Eingebungen fördern, hellsichtig machen und Augenleiden lindern. Von Kaiser Nero ist überliefert, daß er sie als Sehhilfe gegen seine Kurzsichtigkeit eingesetzt hat. Der Smaragd gehört zur Familie der Berylle. Spurenelemente von Chrom oder Vanadium färben den Smaragd grün und öffnen ihn für „Gäste“. Zarte Gas- und Wasserbläschen oder Salzkristalle finden in ihm Platz. Diese Eigenschaft, einen Kristallgarten oder „Jardin“ zu bilden, macht den Stein druckempfindlich und leicht zerbrechlich, weshalb man ihn nur mit großer Vorsicht fassen und tragen sollte. Die Farbe der Smaragde unterscheidet sich nach ihrer Herkunft. Aus Südamerika und Afrika kommen die bekannten intensiv-grünen Edelsteine, im Ural dagegen kennt man den hellgrünen, sibirischen Smaragd. Hildegard von Bingen verwendete den Smaragd als Mittel gegen alle chronischen Entzündungen und Infekte. Vor allem im Bereich der Nebenhöhlen und bei rheumatischen Erkrankungen soll er seine Wirkung entfalten, wenn man daraus ein Edelsteinwasser zubereitet. Als Stein der lebensfrohen Maigeborenen fördert er die Bereitschaft zu Heilung und Regeneration.
FERIENHÄUSER