TURMALIN
Tura mali – bunter Stein, lautet der singhalesische Name des Turmalins. Er leuchtet nicht nur in allen Spektralfarben, sondern verfügt auch über eine besondere physikalische Gabe. Nach Europa gelangte er durch holländische Seefahrer, die mit den stabförmig gewachsenen Kristallen, „Aschentrekker“ genannt, ihre Pfeifen reinigten. Unter Druck und Hitze lädt sich der Turmalin elektrisch auf, er bildet Plus- und Minuspole und zieht die feine, leichte Asche magnetisch an. In dünnen Scheiben geschliffen polarisiert der Turmalin auch das Licht. Die ersten Fotografen nutzen ihn in dieser Form als Polfilter. Turmaline wachsen als dreieckige Prismen. Sie absorbieren das Licht in verschiedenen Richtungen und erscheinen dem Betrachter stets mehrfarbig zu sein, eine Eigenschaft, die als „Pleochroismus“ bezeichnet wird. Manche Exemplare haben einen Farbverlauf von Grün bis Pink und werden deshalb „Wassermelonen-Turmaline“ genannt. Selten und begehrt sind auch die türkisblauen Paraiba-Turmaline, die heute zumeist aus afrikanischen Minen stammen. In der Heilkunde wird vor allem der schwarze „Schörl“ verwendet. Am Körper getragen absorbiert er negative Energie und hilft Menschen mit Burn-out-Syndrom. In Wasser gelegt wirkt der grüne „Verdelit“ bei Autoimmunerkrankungen, der rote „Rubelit“ bei hormonellen Schwankungen in den Wechseljahren. Als Stein der künstlerisch begabten Oktobergeborenen schenkt der farbenprächtige Turmalin Inspiration und Kreativität.
FERIENHÄUSER